Herr Rüger kocht koreanisch.

An-nyeong-ha-se-yo! Herr Rüger war schon oft in Korea, einem Land das von bergiger Natur bis hin zur belebten Städten wie Busan im Süde oder Seoul im Norden nahezu jede gewünschte Facette bieten kann. Ebenso wechselhaft ist die Geschichte Koreas, denn sehr oft stand das Land unter der Vorherrschaft benachbarter Großmächte wie bspw. dem Mongolischen Reich, dem Kaiserreich China, dem Japanischen Kaiserreich und schließlich - nach dem Zweiten Weltkrieg - den USA und der UdSSR. 1953 schließlich wurde nach einem mehrjährigen Krieg das Land entzweit in eine Volksrepublik im Norden und eine Republik im Süden und ist es auch heute noch.


Trotz der bewegten Geschichte haben sich die Koreaner eine in meinen Augen sehr spezielle und eigene Kultur und Küche bewahrt. Bibimbap, Bulgogi und Kimchi sind sicherlich die bekanntesten kulinarischen Importe aus Korea (Samsung und Hyunday interessieren Herrn Rüger beim Essen eher weniger...), aber es gibt noch so viel mehr in der koreanischen Küche zu entdecken. Aber seht selbst.

Sidedishes.

Das erste, das man in einem koranischen Restaurant auf den Tisch gestellt bekommt sind die sog. Sidedishes, kleine Nebengerichte wie Kimchi oder eingelegter Rettich, die aber geschmacklich ganz groß sind.

Kimchijeon. Kimchijeon ist ein Pfannkuchen mit gehacktem Kimchi, der oft als Vorspeise serviert wird.


Sukjunamul. Dieses klassische Nebengericht ist ein Salat aus Mungobohnensprossen und Gurke. Allerdings wird Sukjunamul in leichten Abwandlungen auch als Bestandteil von Hauptgerichten wie bspw. Bibimbap verwendet.

Musaengchae. Der marinierte Rettich ist ein in Korea sehr verbreitetes Gericht. Mit seinen säuerlichen Noten und einem Hauch Schärfe passt dieses Sidedish zu nahezu jedem Hauptgang.

Gaji-namul. Dieses Sidedish aus Auberginen besticht durch seine Einfachheit und seine vielfältigen Aromen. Es ist ein Alltagsgericht und wird in Korea zu anderen Gerichten oder aber mit Reis gegessen. Durch die Aromen der gerösteten Auberginen, der Sojasoße, Fischsoße, des Knoblauchs und Sesams ist das gaji-namul geschmacklich sehr ausgewogen und in jedem Fall eine gute vegetarische Alternative in der sonst sehr fleischlastigen koreanischen Küche.

Main Dishes.

Bulgogi. Aluschläuche hängen von der Decke, Kohlen rauchen vor dem Eingang des Restaurants. Man wird an einem runden Tisch mit einem Loch in der Mitte geführt, nimmt Platz und wartet gespannt auf das, was da kommen mag. Plötzlich wird ein Eimer heißer Kohlen in das Loch in der Mitte des Tisches gestellt, Sidedishes fliegen in kleinen Schalen von allen Seiten auf den Tisch und die Inhaberin des Lokals bringt eine Platte mit Fleisch sowie einen Grillrost und eine Schere an den Tisch. So oder so ähnlich kann man sich Herr Rügers erstes Abendessen in einem Bulgogi-Restaurant vorstellen. Neben dem klassischen Korean BBQ gibt es noch allerhand anderer interessanter Gerichte, die man in Korea unbedingt versuchen sollte.

Bulgogi und Galbi. Galbi und Bulgogi sind die typischen Gerichte des Korean BBQ. Das Galbi (oben links) bedeutet übersetzt Rippe und ist das Sinnbild des Korean BBQ. Die marinierte Rinderrippe wird am Tisch gegrillt, in der Regal mit einer Haushaltsschere auf dem Rost in mundgerechte Stücke zerteilt und zum Verzehr mit ssamjang-Soße (oben rechts), Gurkenstiften und Chilischoten in ein Salat- oder Perillablatt gewickelt. Bulgogi (unten rechts) bedeutet übersetzt Feuerfleisch und wird in der Regel ebenso wie das Galbi zubereitet und verzehrt. Nur im Cut und der Marinade zwigen sich kleine Unterschiede zum Galbi.

Bibimbap. Ursprünglich dachte Herr Rüger, dass die Übersetzung dieses Gerichtes "Matschepampe" sein muss, ist doch ein wesentlicher Akt beim Verspeisen dieses Gerichtes das ausgiebige Vermengen aller Zutaten. So falsch lag Herr Rüger aber mit dieser Annahme gar nicht, denn letztlich leitet sich der Name dieses Gerichtes vom koreanischen bapeul bibida ab, was soviel bedeutet wie Reis umrühren. Serviert wird Bibimbap traditionell in einer heißen Schale und mit Gochujang, der traditionellen koreanischen Chilipaste. Das Gericht selbst besteht aus mehreren Komponenten, wie bspw. sautierten Karotten, mariniertem Spinat oder Salat, gebratenen Zucchinis und Rindfleisch. Zuletzt muss noch gesagt werden, dass man dieses Gericht zuvor planen sollte. Herr Rüger kam doch zwischendurch ins Schwitzen, als er die verschiedenen Komponenten zubereitete und kurz den Überblick verlor, bevor er sich wieder den marinierten Pilzen widmen konnte.

 

Zutaten (für zwei Personen). 300 gr. Gekochter Reis, 200 gr. Sojasprossen, 100 gr. Spinat, zwei kleine Zucchinis, 8 Shiitake Pilze oder Champignons, 300 gr. Rindfleisch (Hüfte, Filet oder Entrecôte), eine Karotte, zwei Eier, Sojasoße, Gochujang, Knoblauch, Sesamsamen, Sesamöl und Pflanzenöl.

Zubereitung.

  1. Reis kochen.
  2. Sojasprossen gründlich waschen, spülen und anschließen für 20 Minuten in Salzwasser kochen. Nach dem Abtropfen mit einer Zehe gehacktem Knoblauch, Sesamöl und einer Prise Salz mischen.
  3. Spinat blanchieren, abtropfen lassen und leicht ausdrücken. Mit einer Brise Salz, 1 EL Sojasoße, einer gehackten Knoblauchzehe und Sesamöl mischen.
  4. Die Zucchinis in dünne Streifen schneiden, mit Salz bestreuen, durchmischen und 5-10 Minuten entwässern lassen. Anschließend die Zucchinistreifen bei hoher Hitze im Wok anbraten.
  5. Pilze in dünne Scheiben schneiden und in Pflanzenöl anbraten. 2 EL Sojasioße und 1 EL Zucker zugeben und einkochen lassen. Etwas Sesamöl zugeben.
  6. Das fein aufgeschnittene Fleisch im Wok scharf anbraten. 4 gehackte Knoblauchzehen, 1 EL Sojasoße, 1 EL Zucker, gemahlenen schwarzen Pfeffer und Sesamöl zugeben.
  7. Die Karotte in dünne Streifen schneiden und im Wok anbraten.
  8. Spiegeleier braten.
  9. Anrichten: Reis in eine Schüssel füllen und alle weiteren zubereiteten Komponenten auf dem Reis anrichten. Das Spiegelei mittig anlegen.
  10. Servieren: Mit Sesamöl und Gochujang servieren.
  11. Genießen: Die unterschiedlichen Komponenten ordentlich durchmischen und los geht's!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0