Neue Beiträge von Herr Rüger.

Herr Rüger macht viel. Bereits zu Jugendzeiten versuchte sich Herr Rüger in vielen verschiedenen Sportarten und anderen Freizeitbeschäftigungen. Dies alles schien Herr Rüger damals auch zu gelingen. Bis zu diesem einen rätselhaften Tag, als der das erste Mal alleine mit einer Packung Nudeln vor dem elterlichen Herd stand....

Rezension: "Wild - Nose to Tail" - das neue Standarwerk zur Komplettverwertung von Wolfgang Müller und Benjamin Haverkamp!

Nose to tail. Ein Knall zerreißt die morgendliche Stille. Im Schein eines Stahlers, den so mancher wahrscheinlich eher als Funzel bezeichnen würde, entwickelt sich sogleich geschäftiges Treiben. Im Stimmengewirr sind vereinzelte Ansagen zu vernehmen. Ansonsten weiß jeder der Beteiligten, was zu tun ist und schnell vermischt sich das leise Scheppern der Emaille-Schüssel mit dem schlagenden Klang des Rührlöffels. So begannen die Schlachttage, die ich als Kind miterleben durfte und an die ich mich auch heute noch sehr gerne zurückerinnere. Sie waren nicht nur Arbeit, Familienfest und Lebensmittelerzeugung. Sie waren mehr als das. Sie haben mich und mein Verständnis für Wertschätzung von Lebensmitteln geprägt. Fasziniert hat mich schon als kleines Kind, welche Teile des Schweines verwertet wurden und wie wenig letzten Endes als nicht verwertbar entsorgt wurde. Das Fleisch wurde auf weißen Tüchern ausgebreitet und durfte so auskühlen. Schwarte, Blut und Innereien wanderten in die Wurst oder wurden direkt frisch gekocht und gebraten und als seltener Hochgenuss verzehrt. Ja selbst den Darm reinigte der Metzger direkt und bereitete ihn für die weitere Verwendung als Wursthülle vor. Gefühlt blieben nur die Schalen und ein paar ausgekochte Knochen.

 

Deutlich später, als ich mich intensiv mit den unterschiedlichen Kochstilen und Küchen der Welt beschäftigt habe, fiel mir „The Complete Nose to Tail“, das bis heute unerreichte Werk von Fergus Hendersson in die Hände und erwecke neben meiner Neugier auch meine Kindheitserinnerungen wieder zum Leben. Ähnlich erging es mir 2018 mit „Sautanz“ von Max Stiegl und seinen immer wieder erfrischend interessanten kulinarischen Ausschweifungen in das, was man wohl in vielen Köpfen als die schwarze (aber ebenso geniale) Seite der Kulinarik bezeichnen könnte.

 

Seitdem habe ich viel gekocht, viel gelesen und erfolgreich die Jägerprüfung abgelegt. Das Thema „Nose to tail“ hat mich immer wieder gereizt und über die Jahre begleitet. Die Freude war daher groß, als ich auf das wirklich hochkarätige Kochbuch „Wild Nose to Tail – Das Kochbuch“ von Wolfgang Müller und Benjamin Haverkamp aufmerksam wurde und nun rezensieren darf – waren doch auch die Autoren nicht unbekannt bzw. bereits im Bücherschrank vertreten.

mehr lesen 0 Kommentare

Coming Soon: Wild - Nose to Tail: die Rezension - Teil 2!

Nose to tail. Dem geneigten Hobbykoch und Kochbuchsüchtigen kommt bei diesen Worten sofort das gleichnamige vor merh als zehn Jahren erschienene Standarwerk von Fergus Henderson oder die von Ludwig Maurer veröffentlichten Bücher "Fleisch" oder "Rind Complete" in den Sinn. Doch "Nose to tail" oder schlichtweg die Koplettverwertung hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und mehr Akzeptanz in der Gesellschaft gefunden. Umso mehr freut es mich, dass Wolfgang Müller und Benjamin Haverkamp mit "Wild - Nose to tail" dieses tolle Konzept in knapp 240 Seiten auf Wild, Wald und Wise übertragen. Die Autoren gehen dabei nicht nur auf die verschiedenen bekannten Wildarten ein und liefern Hintergrundwissen zur Jagd. Sie schauen vielmehr auch über den Tellerrand hinaus und widmen sich der Verwertung von nicht ganz alltäglichen Wildarten. 

 

Als zweiten Teaser für die sich aktuell noch in der Feder befindlichen Rezension für das großartige Kochbuch von Müller und Haverkamp bewegen wir uns heute in den Anhang des Buches und beschäftigen uns mit einem klassischen "Page Three Girl" der Rezepte: dem Grundrezept für Wildjus. 

 

mehr lesen 0 Kommentare

Coming Soon: Wild - Nose to Tail: die Rezension!

Nose to tail. Dem geneigten Hobbykoch und Kochbuchsüchtigen kommt bei diesen Worten sofort das gleichnamige vor merh als zehn Jahren erschienene Standarwerk von Fergus Henderson oder die von Ludwig Maurer veröffentlichten Bücher "Fleisch" oder "Rind Complete" in den Sinn. Doch "Nose to tail" oder schlichtweg die Koplettverwertung hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und mehr Akzeptanz in der Gesellschaft gefunden. Umso mehr freut es mich, dass Wolfgang Müller und Benjamin Haverkamp mit "Wild - Nose to tail" dieses tolle Konzept in knapp 240 Seiten auf Wild, Wald und Wise übertragen. Die Autoren gehen dabei nicht nur auf die verschiedenen bekannten Wildarten ein und liefern Hintergrundwissen zur Jagd. Sie schauen vielmehr auch über den Tellerrand hinaus und widmen sich der Verwertung von nicht ganz alltäglichen Wildarten. 

 

Als kleinen Teaser für die sich aktuell noch in der Feder befindlichen Rezension für das großartige Kochbuch von Müller und Haverkamp, freue ich mich, heute besonders das dort veröffentlichte Rezept für eine leckere Pastete veröffentlichen zu können: 

 

mehr lesen 0 Kommentare

Meine Cockerdämmerung - oder wie zwei kleine Chaoten unser Leben bereichern.

Schnell ging es damals vor gut drei Jahren. Gerade sind wir zurück in die alte Heimat gezogen, zurück zur Familie, weg aus der Großstadt Frankfurt. Das berufliche Umfeld wandelte sich vom Beraterdasein mit langen Tagen und Reisen in alle möglichen und unmöglichen Länder hin zu einem geregelteren Arbeitsleben mit überschaubarem Reiseanteil und einer kalkulierbaren Arbeitszeit.

Ebenso unerwartet kam die Nachricht, dass wir - kaum drei Monate nach der Verpflanzung in ein neues Umfeld  - auf der Shortlist für einen Hund von unserem Wunschzüchter waren. Nicht leichtsinnig aber doch mit dem Gedanken, dass das so schnell ja nichts werden würde, hatte ich mich bei einem Jagdausflug auf die Interessentenliste setzen lassen. Ein kurzes Zögern. Warum nicht? Wenn nicht jetzt, wann dann? Kurzum: zu unserem ersten Hochzeitstag nahmen wir unsere Alma (aka Calypso vom Schwarzen Bock) bei Familie Fuhrmann in Ansbach mit in das unweite Heilbronn und wussten, dass es die richtige Entscheidung war. Die richtige Entscheidung für einen English Cocker Spaniel, die richtige Entscheidung für die Züchter und die richtige Entscheidung für den Zeitpunkt.

Die kleine Cockerette wuchs, gedieh, schenkte uns den Spurlautnachweis und wurde brauchbarer Jagdhund. Nebenbei avancierte sie zum Liebling eines jeden, dem sie begegnete - und tut dies auch immer noch. Auf den wenigen Drückjagden, die ich über das Jahr besuche, überzeugte sie durch ihre ausdauernde Suche und ihren Finderwillen. Beim Schüsseltreiben stellte sie dann durch ihr fröhliches Wesen und ihre Cockerigkeit jeden anderen Hund mit Leichtigkeit in den Schatten und avancierte zum Liebling aller unter der Tafel.  Auch wenn immer noch Schuhe und Socken verschleppt werden und sie uns hier und - nachvollziehbar wie nicht nachvollziehbar - wie ein Schatten folgt, möchten wir sie nicht mehr missen.

Wie wir wissen, sind Wölfe Rudeltiere und - auch wenn das oft nicht mehr so wirklich glaubhaft ist - Hunde stammen vom Wolf ab. Es lag daher nicht fern, sich hier und da Gedanken über einen möglichen Zweithund zu machen. Unverhofft kommt oft und auch dieses Mal verwandelte Fortuna ein "zu gegebener Zeit" in wenige Wochen: Almas Mutter, Aeon, setzte mit ihrem letzten Wurf noch einmal Maßstäbe in Sachen Fruchtbarkeit und Wurfgröße. Zehn Welpen lagen bei Fuhrmanns in der Welpenkiste und einer sollte bei uns ein neues Zu Hause finden. So zog Abby (aka Eurydike vom Schwarzen Bock) eine selbstbewusste, quirlige orange-schimmel Cockerette bei uns ein und hat sich nicht nur in mein Herz und das Herz meiner Frau geckockert sonder mittlerweile auch in das unserer Alma.

Calypso und Eurydike. Alma und Abby. Ich freue mich schon auf die frühen Hasensuchen, die ersten jagdlichen Erfahrungen, das weitere Arbeiten und die Jagden mit meinen beiden Ansbacher Nymphen.



mehr lesen 0 Kommentare

Advent, Advent, der Lachsfisch brennt.

Advent, Advent der Lachsfisch brennt. Weihnachten steht vor der Tür und langsam aber sicher materialisieren sich bereits die ersten Planungen für großartige Weihnachtsmenüs. Während für viele die Gans mit Kraut und Klößen den kulinarischen Höhenpunkt des Weihnachtsfests darstellt, sind es für nicht minder wenige die Würstchen mit Kartoffelsalat an Heilig Abend. Wir sind uns sicher, dass auch Sie schon mitten in den Weihnachtsvorbereitungen stecken und möchten Ihnen mit diesem leichten aber geschmackvollen Rezept eine kulinarische Inspiration für die Zeit zwischen den Jahren geben. Wir wünschen Ihnen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Familien und Freunde sowie einen guten Start ins Jahr 2025!

 

mehr lesen 0 Kommentare

Hey, Puppe! Erbsensuppe?

Das muss das Boot abkönnen. Ein echter Allrounder unter den Eintöpfen ist mit Sicherheit die Erbsensuppe. Was auf jeder Skihütte, bei vielen Drückjagden als Stärkung und wohl auch in vielen Haushalten eines der Gerichte für die kalte Jahreszeit ist, machte bei einer bekannten TV-Show auch wieder deutlich, dass ein ebenso bekannter deutscher TV-Koch mit einer Erbsensuppe (und vielleicht auch mit seiner unnachahmlichen Art) die Bundesmarine an den Rand der Verzweiflung bringen kann. Von daher - egal ob ihr auf der Jagd, zu Hause, auf eine Zerstörer, in einem U-Boot, bei Freunden, bei der Familie oder sonst wo seid - denkt an die Erbsensuppe als Allround-Waffe des Wohlfühlkochens!

mehr lesen 0 Kommentare

Haut Goût und Superfood: Wildbolognese.

Der hohe Geschmack. So wurde in alten Zeiten der Geschmack des Wildbrets bezeichnet. Auch heute erzählen viele Freunde und Bekannte noch von dem "besonderen" Geschmack des Wildes, der nicht immer als Wohlgeschmack sonder oft auf als sehr streng wahrgenommen wurde. Betrachtet man die Gesamtumstände der Wildbretherstellung, kann dies durchaus so sein. Ursächlich für den besonderen Geschmack war damals wohl meistens eine nicht ausreichende Kühlung und zu lange Reifezeit des Fleisches. Betrachtet man den Prozess vom Schuss bis zur Küche unter heutigen Standards, müssen wir feststellen: Die Kühlmöglichkeiten sowie die Anforderungen an das hygienische Arbeiten bei der Wildbretherstellung sind in denletzten Jahr(zehnten) immer besser bzw. strenger geworden. Dies wirkt sich direkt auf den Geschmack des Wildbrets aus und macht es zu wahrscheinlich dem Superfood schlechthin - wie eben Bolognese.

mehr lesen 0 Kommentare


"Herr Rüger kocht." auf Facebook:

"Herr Rüger kocht." auf Instagram: