Herr Rügers Whiskybratwurst.

Es geht um die Wurst. Nachdem Herr Rüger bereits seine eigene Blutwurst hergestellt und die Sonderausgabe der BEEF! zur Wurstherstellung wiedergefunden hat, wagte er sich heute an die erste eigene Whiskybratwurst. Das Experiment "Whiskybratwurst" begann aber in der Tat schon zu Beginn der Woche mit den doch nicht zu unterschätzenden Vorbereitungen. Neben zahlreichen Gewürzen mussten auch die unterschiedlichen Fleischstücke zusammengestellt und organisiert werden. Mit der Unterstützung des Metzgers des Vertrauens, der ein entsprechendes Wurst-Paket zusammenstellte, konnte Herr Rüger heute Nachmittag seine erste eigene Whiskybratwurst aus Rinderbauch, Schweineschulter, Schweinespeck und einem guten Schuß schottischem Single Malt abfüllen. Dies ist am Ende zwar nicht unbedingt eine einfache Art an das wohlverdiente Abendessen zu kommen, aber auf alle Fälle ein großer Spaß. Allein die Freude am Probieren der ersten eigenen Bratwurst vom Grill oder aus der Pfanne ist alle Mühe wert. Aber seht selbst!

Zutaten.

2 kg durchwachsene Schweineschulter

1 kg Nackenspeck vom Schwein

1 kg Rinderbauch

500 g Zwiebeln

4 Knoblauchzehen

2 Bund Petersilie

1 Bund Thymian

1 Bund Majoran

5 EL schwarzer Pfeffer

2 EL Kümmelsamen

3 EL Piment

1 EL Wacholderbeeren

1/2 geriebene Muskatnuß

50 g Meersalz

 

ca. 5 m Schweinedarm (Kaliber 30/32)

Zubereitung.

  1. Die Zwiebeln in Würfel schneiden und in Öl anschwitzen. Nebenher den Darm in lauwarmes Wasser einlegen und mindestens 20 Minuten einweichen lassen.
  2. Pfefferkörner, Pimentkörner, Kümmel und Wacholderbeeren in einer Pfanne ohne Öl anrösten und anschließend in einem Mörser zu einer feinen Würzmischung zerstoßen.
  3. Die Blätter der Petersilie, des Majorans und des Thymians abzupfen und die Knoblauchzehen abziehen.
  4. Das Fleisch in für den Fleischwolf passende Stücke schneiden und mit der Würzmischung aus Schritt 2, Salz, Muskat, Knoblauch, den gehackten Kräutern und dem Whisky gut vermengen.
  5. Das nun marinierte Fleisch durch den mit der groben Scheibe bestückten Fleischwolf drehen und die Wurstmasse nochmals von Hand gründlich durchmischen.
  6. Den Darm aufziehen und die Wurstmasse in eine Wurstfüllmaschine füllen. Den Darm befüllen und etwa handlange Würste abdrehen.

Um das Reißen des Darmes beim Befüllen zu vermeiden, empfiehlt Herr Rüger, die Wurst vor dem Abdrehen mit einem kleinen spitzen Messer leicht einzustechen. So kann die mir der Wurstmasse eingepresste Luft entweichen.


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Kommentare: 1
  • #1

    Jens (Freitag, 20 Mai 2016 19:10)

    Schöne Sache, Herr Rüger ;)

    Die eigene Bratwurst ist einfach doch nochmal besser als jede gekaufte. Da kann kein Metzger der Welt mithalten. Der Prozess des Selber-Machens ist einfach unbezahlbar.

    Gruß
    Jens