Herr Rüger und die Köttbullar.

Hungern är den bästa kryddan. Hunger ist das beste Gewürz sagt man auch in Schweden. Doch auch wenn man Hunger hat, sollte man nicht mit dem erstbesten Gericht vorlieb nehmen. Vor allem nicht, wenn man in Schweden ist. Dort gibt es - und ich hoffe nun nicht die Illusion vom Land der Hackbällchen mit Schwedenfahne zu zerstören - eine sehr innovative und gleichzeitig traditionelle Küche, die durch ihre Einfachheit und die Gabe der Schweden, durch kleine Highlights ein Essen zum Genuss zu machen, besticht. Neben den wohl weltweit bekannten und in einem großen Möbelhaus millionenfach verkaufte Nationalgericht Köttbullar gibt es noch so viele andere Gerichte, die man in Schweden versuchen sollte. Nichtsdestotrotz hat sich Herr Rüger entschlossen, erst einmal ein Rezept für Köttbullar auf seine Seite zu stellen.

Zutaten.


500 gr Rinderhack

250 gr Preisel- oder Johannisbeeren

500 gr Kartoffeldrillinge

200 gr Butter

1 Ei

1 Becher saure Sahne

1 große rote Zwiebel

5 cl Whisky (am besten von der Speyside)

Semmelbrösel

Salz

Pfeffer

Zucker


Für die Soße:

Mehl

Brühe

Weißwein

Zubereitung.


  1. Die Kartoffeldrillinge in Salzwasser kochen.
  2. Das Rinderhack mit dem Vollei und einem guten Esslöffel saure Sahne vermengen. Semmelbrösel zugeben, bis die Hackmasse abbindet und sich gut formen lässt. Als grobes Richtmaß haben sich bei 500 gr Hackfleisch ca. 150 gr Semmelbrösel bewährt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu kleinen Fleischbällchen formen.
  3. Die Preisel- oder Johannisbeeren waschen.
  4. 50 gr Butter und 3 EL Zucker in einer Pfanne erhitzen und den Zucker leicht karamellisieren lassen. Mit Whisky ablöschen und die Beeren zugeben. Den Kompott ca. 30 Minuten einkochen lassen und ggf. mit Butter abbinden.
  5. Die Zwiebel halbieren und in Scheiben schneiden. Mit reichlich Butter und 2 TL Zucker andünsten und glasieren.
  6. Die Fleischbällchen in reichlich Butter in einer Pfanne anbraten.
  7. Köttbullar werden traditionell mit einer Sahnesoße serviert. Hierfür mit Mehl und Butter einfach eine helle Mehlschwitze ansetzen, diese mit Weißwein ablöschen, etwas Brühe zugeben und kurz einkochen lassen. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die gebratenen Köttbullar nun nur noch mit den Kartoffeln, den glasierten Zwiebeln und dem Kompott anrichten. Die Sahnesoße ist kein Muss und auf den nachfolgenden Bildern wurde darauf verzichtet, dafür aber ein Schlag Schmand zugegeben. Wer keinen eigenen Beerenkompott ansetzen möchte, kann auch eine Preiselbeermarmelade, im Schwedischen "Lingon Sylt", kaufen. Am besten schmeckt hier tatsächlich die im blau-gelben Möbelhaus erhältliche Preiselbeermarmelade aus Schweden.

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Kommentare: 1
  • #1

    Haraldrueger@icloud.com (Mittwoch, 28 Oktober 2015 18:40)

    Einfach lecker, gefällt mir sehr gut