Zurück in die Zukunft: Chicken Kung Pao.

Es war einmal. Nun ist es gut fünf Jahre her, als Herr Rüger für längere Zeit in Shanghai weilte. Neben den vielen lieben und netten Menschen, die Herr Rüger dort treffen durfte, gab es natürlich auch viele kulinarische Erfahrungen, die er ebensowenig vergessen wird. Man könnte jetzt einen ausführlichen Bericht über Entenzungen, Drunken Shrimps, Stinky Tofu, Quallensalat und vieles mehr verfassen. Es waren aber eher die einfachte Gerichte, die sich in Herr Rügers Erinnerung eingebrannt haben. So zum Beispiel die gebratenen Nudeln oder die Jianbinguoze (eine Art chinesischer Frühstückspfannkuchen) vom fahrenden Imbisswagenbesitzer um die Ecke. Und so kommt es nun auch, dass wir uns heute nicht mit exotischen Gerichten beschäftigen, die man in Deutschland nur schwer nachkochen könnte, sondern vielmehr mit einem Klassiker der chinesischen Küche, den man auch in Deutschlands guten chinesischen Restaurants finden kann: Gongbaojiding oder Chicken Kung Pao.

Zutaten.

Für das Huhn (Gongbaojiding):

300 g Hühnerbrust

100 g Erdnüsse (geröstet, ungesalzen)

4 EL Sojasoße

4 EL Wasser

3 EL Reiswein (Shaoxing)

2 EL Reisessig

1 EL Sesamöl

1 EL brauner Zucker

1 TL Ingwer (fein gehackt)

2 Knoblauchzehen (fein gehackt)

4 getrocknete, rote Chilischoten

Speisestärke

Pflanzenöl

 

Für die Auberginen (Qiezibao):

500 g Auberginen (am besten aus dem Asia-Markt)

100 ml Brühe

2 EL Sambal Oelek

1 EL Ingwer (geschält und fein gehackt)

1 EL Sojasoße

1 TL Sesamöl

1 Chilischote (fein gehackt)

2 Knoblauchzehen

1 Frühlinszwiebel (schräg in feine Scheiben geschnitten)

Salz

Pflanzenöl

 

 

Für den Pakchoi:

3 Pak-Choi-Köpfe

2 Knoblauchzehen (in feine Scheiben geschnitten)

Sojasoße

Sesamöl

Pflanzenöl

Salz

Zucker

 

(Rezepte nach "Shanghai - Strassenküchen" von Julia Dautel und Nicole Keller)

Zubereitung.

Das Huhn. Die Hühnerbrüste fein hacken und mit 1 EL Sojasoße und 1 EL Reiswein sowie etwa einem Esslöffel Speisestärke vermischen und kaltstellen. Nun in einer Schale das, Wasser, den Reisessig, die restliche Sojasoße und den restlichen Reiswein nochmals mit etwa einem Esslöffel Speisestärke verrühren. In einem Wok mit etwas Pflanzenöl muss nun nur noch der Knoblauch und der Ingwer angebraten werden. Sodann gibt man das marinierte Hühnerfleisch, den Zucker und die Chilischoten hinzu und - wenn dieses fast durchgebraten ist - schließlich die zuvor in einer Schüssel angerührte Soße. Nach dem nochmaligen Aufkochen und Andicken können nun kurz vor dem Servieren die Erdnüsse hinzugegeben werden.

 

Die Aubergine. Die Auberginen der Länge nach Vierteln und in gleichgroße Stücke schneiden. Die Auberginenstücke mit Salz bestreuen, diese ca. eine halbe Stunde entwässern und anschließend mit einem Küchenpapier trockentupfen. Etwas Öl in einem Wok oder einer Pfanne erhitzen und die Auberginenstücke anbraten. Die Auberginen aus der Pfanne heben und zur Seite stellen. Nun den Ingwer, den Knoblauch, die Chili und den Sambal Oelek in etwas Öl anbraten und mit Sojasoße und Brühe ablöschen. Die Auberginen wieder hinzugeben und einkochen. Vor dem Servieren noch mit Sesamöl und Salz abschmecken und die Frühlingszwiebeln zugeben.

 

Der Pak Choi. Den Strunk entfernen und die Blätter waschen. Den Knoblauch in etwas Pflanzenöl anbraten und den Pak Choi zugeben. Mit Sojasoße, Salz, Zucker und Sesamöl abschmecken und kurz aufkochen.


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