Herr Rügers Küchenklassiker: Linsen mit Spätzle.

Heimat. Es gibt Gerichte auf dieser Welt, die man wohl immer essen kann und denen man nie überdrüssig wird. Oft sind diese Gerichte mit Erinnerungen an Menschen oder Orte verbunden und mit jedem Bissen schwindet nicht nur der Hunger, sondern man schwelgt außerdem in Erinnerungen. Bei Herrn Rüger gehört zu diesen Gerichten auf jeden Fall ein Klassiker der schwäbischen Küche: Linsen mit Spätzle. Nicht nur, dass Spätzle mehr oder weniger das Nationalgericht der Schwaben sind (in Baden hat man sich das Spätzlemachen allenfalls bei den Schwaben abgeschaut), sie sind auch eine zu nahezu jedem Gericht passende Allroundbeilage und vielleicht auch gerade deshalb weit über die Grenzen Württembergs bekannt. Doch wer wirklich in die Seele der Schwaben vordringen möchte, muss sich an die ganz sicher nicht einfache Aufgabe wagen und die Spätzle zusammen mit einem leicht säuerlichen Linseneintopf servieren. Warum das schwierig sein soll? Ganz einfach: Jeder Mutter, Großmutter und Urgroßmutter hat ihr ureigenes Rezept und nur in den seltensten Fällen wird man es schaffen, sich diesen Damen ebenbürtig zu erweisen.

Zutaten.

(für zwei Personen)

 

Zutaten für die Linsen:

200 g Tellerlinsen

2 Karotten (geschält)

1 Zwiebel (in feine Würfel geschnitten)

2 EL Butter

2 EL Mehl

3 EL Weinessig

2 Loorbeerblätter

100 ml Rotwein

500 ml Brühe

100 g Bauchspeck (in groben Würfeln oder in Scheiben)

Salz

Pfeffer

 

Zutaten für die Spätzle:

250 g Mehl

125 ml Wasser (bei Bedarf die Wassermenge anpassen)

2 Eier

Salz

 

Außerdem:

2 Paar Saitenwürste

 

 

 

Zubereitung.

Die Spätzle. In einer Schüssel das Mehl, eine Prise Salz und die Eier mit einem Kochlöffel vermengen. Nach und nach das Wasser zugeben und die Masse so lange schlagen, bis ein homogener Teig entsteht. Der Teig ist fertig, wenn er nach kurzem Ruhen leichte Blasen wirft (der geneigte Schwabe sagt hier: „der Teig spricht“.). Wer die Spätzle vom Brett schaben möchte, sollte die Wassermenge so anpassen, dass ein festerer Teig entsteht, wer die Spätzle mit einer Presse oder einem Hobel herstellt, kann auch einen leicht flüssigeren Teig verwenden. Der Teig sollte vor der Weiterverarbeitung ca. 30 Minuten ruhen. Zeitgleich mit den Linsen einen Topf mit Salzwasser aufstellen und diesen zum Kochen bringen. Den Spätzlesteig in eine Spätzlespresse geben und die Spätzle in das kochende Wasser pressen. Wenn die Spätzle aufschwimmen, sind sie gar und können mit einer Schaumkelle aus dem Wasser gehoben und kurz in eine Schüssel mit kaltem Wasser gegeben werden.

 

Die Linsen. Die Linsen in Wasser mit zwei Loorbeerblättern kochen, bis sie gar aber noch bissfest sind und dann abgießen. In einem Topf mit der Butter und dem Mehl eine dunkle Mehlschwitze ansetzen und die Zwiebeln anschwitzen. Die Linsen zugeben und mit dem Rotwein und der Brühe ablöschen. Nun den Bauchspeck und die Karotten zugeben und alles bei offenem Deckel ca. 30 Minuten kochen lassen. Zum Schluss noch mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken.

 

Anrichten. Die Saitenwürste erwärmen. Die Spätzle entweder direkt nach dem Kochen auf einen Teller geben oder zuvor noch in einer Pfanne mit etwas Butter schwenken. Die Linsen zugeben und immer etwas Essig zum Abschmecken am Tisch bereithalten.

 


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